Servus

Meine Lieben,

dies ist der letzte Beitrag von diesem Blog….wenn jetzt einige von euch aus unserer Heimat schon in die Luft springen und sich freuen, dass Stefan und ich schon wieder nach Hause kommen, bitte nicht zu hoch springen – es dauert noch seine Zeit 😉

Wir werden China noch nicht verlassen, nichts desto trotz, wird dieses das letzte auf dieser Seite sein, was es zu lesen geben wird. Irgendwie komisch oder? Ich habe lange hin und her überlegt, aber irgendwie ist so ein bisschen die Luft raus, seit über einem Jahr schreibe ich schon fleißig über unseren Alltag hier in Tianjin und wir haben gute als auch schlechte Zeiten mit euch geteilt. Aber jetzt ist es doch so langsam an der Zeit mal wieder auf ein bisschen Privatsphäre zu bestehen. Denn manchmal war es auch nervig, wenn ich das ein oder andere einer Freundin erzählt hab und dann der Satz kam „hab ich schon auf deinem Blog gelesen“…ich habe mich natürlich gefreut, wenn ihr immer schön mit gelesen und verfolgt habt, aber jetzt reicht’s! 😉 ich will wieder selbst was zu erzählen haben und außerdem – ist der Speicherplatz dieser kostenlosen WordPress Seite mehr als ausgereizt, weshalb es zu diesem Beitrag auch kein Bildchen geben wird…ich hab das Ding voll gemacht! Ich weiß nicht, ob ich mal wieder irgendwann über etwas anderes bloggen werde, aber falls es soweit ist, sag ich euch – vielleicht – auch Bescheid 🙂

So, jetzt aber nochmal zum Wesentlichen, bevor ihr alle in Tränen ausbrecht…

Wir sind wieder gut angekommen, aber mein Herren, die letzte Zeit war echt anstrengend. Und hinzukam, dass wir diesmal dermaßen mit dem Jetlag zu kämpfen hatten, das war echt krass. Seit zwei Tagen erst, schlafe ich mal wieder so um elf rum rein (die Nächte davor war in der Nacht für mich Tag, dass heißt, dass ich erst so um vier oder fünf Uhr morgens eingeschlafen bin) das ist echt ätzend. Aber ich glaube wir haben das überstanden…mei man wird halt auch ned jünger gell…apropos mein wundervoller Mann wird heute 29!!! Alles Liebe mein Schatz :-*

Die Zeit rast!

Über ein Jahr sind wir jetzt hier und da es der letzte Bericht aus good old China-Town sein wird, habe ich mir gedacht, ich fasse nochmal ein bisschen zusammen…was ist schön, was ist nervig, was ist besser als in Deutschland und was – ist immer noch nervig?

Was werde ich vielleicht auch vermissen?

F+r China

  • man kann Mittags einfach mal eine Kleinigkeit essen (auch gesund – in Form von herzhaften Nudel-, Wan tan, etc. Suppen)
  • man kann jeden Tag essen gehen, auch für drei/vier Euro bekommt man schon tolle Gerichte die satt machen
  • den kostenlosen Reistee und die Häppchen, sowie das „Schnitzel“ und auch die traditionellen Gerichte bei unserem Lieblings-Koreaner
  • Sonntags shoppen!!! Oder einfach auch mal nochmal Snacks für den Abend kaufen zu können
  • das Reisen, die günstigeren Flüge, wo man sich als normalsterblicher dann einfach mal ein 5* Resort dazu gönnt (weil der Flug ja billiger ist) hihi
  • es gibt immer und überall schöne Wohnungen zu erschwinglichen Preisen!!!
  • unsere Wohnung im 21. Stock
  • Klimaanlage
  • kostenloses Trinkwasser in den Restaurants – günstiges Trinken überall
  • Kultur der Gemeinschaft (Alte und Junge treffen sich in Parks)
  • Sicherheit – ja ich fühle mich sehr sicher in China und mich stören die Kameras überall, der Sicherheitscheck vor jeder U-Bahn Fahrt und alles drum und dran in heutigen Zeiten ÜBERHAUPT nicht mehr
  • ich kann als Frau auch Nachts allein auf der Straße unterwegs sein, ohne mich alle paar Meter paranoid umdrehen zu müssen, ich denke nicht mal daran, dass etwas sein könnte
  • günstiges Taxifahren
  • ständige Jobangebote
  • Coconut-Water aus der Dose im Kino kaufen zu können
  • die chinesische Sprache (wait for it)
  • die Chinesen, ja ich werde sie vermissen, die alten schrulligen, die jungen modischen, die strebsamen, die fleißigen, die deppaden und auch die rumrotzenden, alle! Irgendwie schließt man sie halt doch ins Herz, gell!
  • und weil wir gerade bei den Menschen sind: Unseren Pförtner (den mit der Brille, der mir zu jeder Tages und Nachtzeit freundlich zuwinkt und der einem ein Gefühl von „Zuhause“ gibt, wenn man wieder mit seinem schweren Gepäck unten vor dem Appartement ankommt) Danke lieber Security-Mann für dein warmes Lächeln ❤
  • Mrs. Kim und Major Lee mit Tochter – Danke!!!
  • Mr. Dong – vielen lieben Dank für die tollen Ballett-Einzelstunden, dafür dass du die Strenge und Härte an den Tag gelegt hast, die mich so manches Mal fast zum Weinen gebracht hat und dann wiederum so komödiantisch meine Fehler parodiert hast, dass ich mich am liebsten vor Lachen auf den Boden gelegt hätte – und das alles ohne ein Wort englisch! Halt – ein paar Wörter waren da ja….im Juli, als du mich zu meinem bevorstehenden Deutschlandbesuch verabschiedet hast, hattest du zuvor extra gelernt „I will miss you“ zu sagen – Danke dafür!!! Ich werde dich nie vergessen – guad das i no Zeit hob, a paar scheene Stunden mehr mit meinem persönlichen Drill-Instructor verbringen zu können
  • Danke an die Klaviermenschen, die leider viel zu strebsam sind um öfter mal Zeit für mich zu haben, schön das ich euch kennen lernen durfte
  • Danke an meine Musikschüler – ich habe es sehr genossen, außerdem habt ihr mir gezeigt, dass es auch auf englisch geht – das unterrichten! Danke das ich mit euch fürs Leben lernen durfte
  • Danke an alle lieben Expat-Freunde die wir hier gefunden haben (insbesondere Raffaela und Lasse)

G-g-n China

  • SMOG!!! SMOG!!! SMOG!!! Dieser Punkt wiegt so quasi alle obigen genannten Punkte eigentlich schon auf, denn ich kann damit auf Dauer wirklich nicht leben, es ist grausam, wenn man nicht raus zum Laufen gehen kann oder einfach nur so schlichtweg keine Lust hat sich dem Dunst sonst irgendwie auszusetzen, grausam!!! Gerade für Frischluft-Liebhaber wie mich
  • Familie und Freunde fehlt!!! Ihr fehlt Leute, ganz ehrlich, wie oft sitze ich wieder bei einer wahnwitzigen Taxifahrt und denke mir, mensch wär des jetzt schee wenn Mama und da Papa des sehen könnten, oder wenn du durch die verbotene Stadt schlenderst und dir denkst, verdammt des dad an Richi jetzt a guad gfoin, oder du Kinder rumtollen siehst und dir denkst, Mensch, da wär jetzt da Joshua a glei mit am Start und Verena und ich dad’n uns wieder kringeln vor Lachen – oder – du einfach nur beim shoppen bist und dir eine deiner liebsten Weibsen an deine Seite wünschst, ihr fehlt – einfach immer!
  • Ja und diese beiden Punkte hier oben – die wiegen so schwer – ihr habt ja gar keine Ahnung
  • fehlende Natur, denn mach ma uns mal nix vor, es ist grau in grau und du fahrst a ned jeden scheiß Dog oamoi quer durch de Stadt um in einem streng angelegten Park moi nach Luft zum schnappen!!!
  • fehlende gut riechende Luft (auch vom Riechen her, ge! Es stinkt hoid manchmoi einfach, unzählige Baustellen und wenig Bäume!!!)
  • Baustellen
  • Lärm
  • das Kommen und Gehen der Expat-Community – du hast einen neuen Musikschüler gefunden? Einen neuen Gesanges-Partner? Eine neue Tante zum Kaffe-Klatschen? Herzlichen Glückwunsch, genieß die paar Mal, denn in ein paar Monaten geht der oder diejenige vielleicht wieder nach Deutschland, Frankreich oder Japan zurück – aus die Maus!
  • fehlende Beständigkeit und Alltag
  • ständige Jobangebote, die man nich annehmen kann, weil man so oft mit dem Mann rumreisen muss/darf!!! 😉
  • a regelmäßige Arbeit wär a ned schlecht!!!! Ernsthaft, ihr stellt euch das immer so schön vor, aber des rumsandeln kann auch ganz schön anstrengend sein
  • ich vermisse die bayerische Sprache
  • Konzerte und Festivals (ja i waos scho, is a irgendwie in Deutschland nima so schee, aber i setz immer no auf’s Metal-Camp in Slowenien)
  • nur langsam wachsendes Bewusstsein für Umwelt- und Tierschutz
  • das Problem mit dem chinesischen Internet – moi funktioniert’s mim VPN, moi wieder ned – des macht die wahnsinnig
  • komisches Leitungswasser – i waos ned wos besser is, wenns a bissal modrig schmeckt oder wenn zvui Chlor drin is 😉
  • die chinesische Sprache (ja genau – sowohl pro, als auch contra!)
  • Stefan’s Unfähigkeit mit mir chinesisch zu lernen/üben – er kann’s halt einfach ned
  • den anderen Security-Mann, der einfach scho ausschaut wie ein A****loch
  • de rumrotzenden Chinesen
  • Glutamat!!! Es ist überall – man muss schon ein bisschen suchen, um gutes chinesisches Essen zu finden! Leider – die san grad alle mehr so auf KFC zum Frühstück, Mittags ein Kilo Reis mit Pampe-Sauce und Abends dann nomoi Spaghetti mit Sahnetorte, das ma a richtig schee satt werd
  • komisches Popcorn im Kino
  • Sonntags einfach an Fernseh ei zum schoiten und Tatort zum schauen – egal ob a guad oder schlecht is – wenn der nämlich ned so spannend is, lass i mir einfach an Kopf vom Stefan streicheln, dann is a immer ein nicht zu verachtendes Event, gell!!!
  • München fehlt
  • die bayerischen Seen – a wenn’s jetzt im Juli sogar eigentlich zu koit war um nei zum geh…des Wetter macht einem grundsätzlich scho a Sorgen oder? Es is hoid nirgens mehr so – wie’s früher a moi war

Und genau mit dem Satz, möchte ich (ja jetzt wieder hochdeutsch, weil de Autokorrektur von Apple bringt mi so manches Mal um den Verstand) das Ganze hier beenden….

nix is mehr so, wie’s früher moi war! Den Sommer“urlaub“ dahoam in Bayern hob i mir nämlich a ganz anders vorgestellt….i war genau einmal ma Weiher und da wars scheiß koid und wenn i mir de Fotos und Berichte der letzten Festivals so angeschaut hab, dann war i doch irgendwie a froh, das i ned dort war.

Und a von schlechten Nachrichten werd ma in letzter Zeit so dermaßen überschüttet, dass es scho bald schwer fällt, überhaupt no den ein oder anderen Tag unbeschwert genießen zum können.

Es is a saukomische Zeit, des sag i eich. I hoff des werd alles wieder a bissal entspannter und bis dahin verspricht’s ma – macht’s as eich so schee wie’s geht, des Leb’n, mir ham nämlich bloß oans!

Und jetzt hob i mi bei „F+r China“ bei scho so vui Leid bedankt und jetzt mecht i nomoi an eich alle da draußen ein herzliches Danke schicken ❤ Danke fürs mit lesen, leiden und leben! Danke für die lieben Worte zu den Beiträgen, Danke für die PN’s die mich auf unterschiedliche Weise erreicht haben, DANKE für Alles!

Macht’s as guad! Und oft 😉

Servus!

4.589 km

Mein Beitrag trägt den Titel 4.589 km – die Zahl zeigt an, wieviel km wir in den letzten zwei Wochen geflogen und Zug gefahren sind. NUR Zug- und Flugdistanz!

Sprich OHNE die Kilometer die wir zu Fuß, mit dem Taxi, einem gebuchten Fahrer für die Ausflüge und U-Bahn. OHNE!!! Und das wäre mit Sicherheit nochmal eine Zahl die nicht zu verachten wäre. Zumal wir an manchen Tagen locker 25.00o Schritte gelaufen sind.

Natürlich war das auch manchmal anstrengend und selbst wenn man mit den High-Speed Zügen die ca. 300 km/h runterreißen, schon relativ schnell am Ziel ist, tut einem dann doch irgendwann der Arsch weh – oder man ist genervt von rumrotzenden Chinesen.

Nichts desto trotz -es war großartig. Endlich hatten wir mal Gelegenheit was von China zu sehen. Stadt, Land, Flüsse, Berge, Seen, alte Dörfer, muslimische Viertel, Weltwunder und Sehenswürdigkeiten. Alles war dabei.

Katja hatte nicht all zuviel Vorstellungen von ihrem Urlaub und so haben wir relativ schnell noch alles geplant, organisiert und gebucht. Dafür hat alles sehr gut funktioniert. Katja und ich haben nur einmal den Zug verpasst in Peking –

Vorteil in China: Man muss kein neues Ticket kaufen, sondern bucht einfach um

Nachteil in China: Viele, viele Menschen, deshalb konnten wir erst drei Stunden später als geplant nach Hause fahren, aber so tragisch war das dann nicht

Aber ich fange am Besten mal von Vorne an, die ersten zwei Tage habe ich ihr Tianjin gezeigt, Mittwochs dann nach Peking zur verbotenen Stadt und danach noch einen entspannten Spaziergang durch ein altes Hutong.

Hutongs (chinesisch衚衕 / 胡同Pinyinhútong) bezeichnen einerseits enge Gassen, andererseits auch eine Form in Peking bis in die 1990er Jahre hinein vorherrschender traditioneller Wohnbebauungen.

Hutong ist ein mongolisches Wort (ursprünglich hottog), das so viel wie Quelle bedeutete, da die Bewohner dieser Hutongs oft in der Nähe eines Brunnens wohnten.

Dann hatten wir wieder einen Tag in Tianjin, wir hatten da ja schließlich auch ein bisschen was zu erkunden, den Waterpark, das Porzellanhaus, einen typischen chinesischen Supermarkt, eine Mall, die Einkaufsstraßen, Food-Streets, WuDaDao und so weiter und so fort.

Am Freitag sind wir dann wieder nach Peking gefahren und haben dort ein etwas „schöneres“ Hutong besucht – mit tollen Geschäften, Designerläden, schnuckeligen Bars, Cafés und Restaurants.

IMG_6848

Pekinger Foodstreet

Tausendfüßler, Seesterne, Skorpione, Grashüpfer, Seidenraupen und Lamm (wie langweilig) am Spieß

IMG_6851

Am Samstag ging es dann mit Stefan auf nach Huangshan. Huangshan heißt übersetzt „Yellow Mountains“ also „Gelbe Berge“. Es gehört zu den schönsten Gebirgen Chinas und wurde schon früher von Malern als Kulisse verwendet und hat Dichter zu Höchstleistungen poesieren lassen 😉

Auch James Cameron hat sich von diesen Bergen inspirieren lassen und somit waren diese Vorbild für die teilweise schwebenden Hallelujah-Berge in seinem Avatar-Film.

https://en.wikipedia.org/wiki/Huangshan

Leider hat uns da das Wetter ein bisschen einen Strich durch die Rechnung gemacht, es hat geschüttet ohne Ende – mit Bergsteigen war dann also nichts, aber die Stimmung haben wir uns trotzdem nicht vermiesen lassen. Wir waren einen Abend in den Hot Springs mit Bergpanorama 🙂 und haben uns ein paar alte chinesische Dörfer angeschaut. Unter anderem Hongcun, Chengkan und Nanping. Hongcun wurde auch wie Huangshan an sich zum Weltkulturerbe ernannt. Und das zu Recht. Wobei wir auch froh über die Tipps unseres netten Hostel-Besitzers waren und so auch in kleinere Dörfer gekommen sind, in denen wir mit den Dorfbewohnern sogar alleine waren. Und der Starkregen hat nicht wirklich gestört, teilweise war sogar einfach nur witzig und irgendwie auch ein besonderes Erlebnis…einfach schee!

IMG_1805IMG_1808

RegenIMG_1946IMG_1998IMG_2055IMG_2057IMG_2060IMG_1916

IMG_2082IMG_2083IMG_7117IMG_7123IMG_7131IMG_7140IMG_7294IMG_7167IMG_7179

IMG_7252IMG_7256IMG_7293

Nach dem Ausflug in die Berge ging’s ab nach Shanghai. Stefan musste sich da arbeitstechnisch auch mal wieder blicken lassen und somit habe ich gleich für uns drei ein wunderschönes Appartement über Airbnb gebucht. Dort bin ich mit Katja auch wieder reichlich durch die Straßen, den Yu Garden und die Old Town geschlendert. Danach ging’s dann für eine kurze Nacht zurück nach Tianjin.

Am Donnerstag Morgen sind wir dann nach Simatai gefahren. Das ist in der Nähe von Peking und ein Abschnitt der chinesischen Mauer, der sowohl authentisch als auch gut begehbar ist. Und das wichtigste NOCH nicht überlaufen und somit haben wir unglaublich tolle Bilder bekommen und konnten da oben auch mal wieder durch atmen. Denn man glaubt es kaum, die Sonne kam dann sogar noch raus…

IMG_7355IMG_7326

Am Tag nach der Mauer und der Watertown (dort ist das letze Bild oben entstanden) haben wir einen Tagesausflug nach Xi’an gemacht. Hauptsächlich wegen der Terrakotta-Armee. Habt ihr bestimmt schon einmal ein Bild davon gesehen (eine Ausgrabung von hunderten von Ton-Soldaten und Pferden). In Echt meiner Meinung nicht ganz so spektakulär, aber ich glaube Katja und Stefan waren auch etwas mehr davon begeistert 😉 danach ging es noch in das muslimische Viertel von Xi’an, buntes Treiben, viel Essen und mein persönliches Highlight der Gebetsgesang des Muezzin. Das hat irgendwie etwas beruhigendes.

Ich habe übrigens an die 600 Bilder gemacht und würde euch gerne soviel mehr zeigen, aber leider habe ich für diesen Blog meine kostenlosen 3 GB voll ausgeschöpft und muss mir nun demnächst überlegen, ob ich mit einem bezahlten Blog weitermache oder ob ich das Kapitel chinalitis abschließe. Vorbei ist es ja noch nicht, unser Abenteuer, aber vielleicht kreiere ich einfach einen ganz neuen Blog – oder gar keinen mehr?!? Ich werde mal sehen, ob es sich noch rentiert. Das hängt natürlich auch immer von den Lesern ab. Denn was bringen geschriebene Worte, wenn sie keiner liest.

In diesem Sinne, vielen Dank an die Treuesten von Euch ❤

PS: Da ich jetzt wirklich nicht mehr alle Bilder hier einfügen konnte, werde ich noch ein paar auf FB posten 😉

 

Katja’s Arrival

Guten Morgen allerseits 🙂

Am Samstag war wieder mal so richtig geiles Wetter…kein Smog und Sonnenschein!

IMG_1756IMG_6622IMG_1752

Außerdem waren wir mal wieder Teppanyaki essen mit ein paar von Stefans Arbeit – ihr erinnert euch, jeder Tisch hat einen eigenen Koch und bereitet das Essen japanisch flink für einen zu – und diesmal haben wir wieder etwas Neues getestet. Eine weitere Spezialität in China….Seeigel. Schmeckt irgendwie undefinierbar und ist meines Erachtens weder das Geld wert, noch das – wahrscheinlich sehr mühevolle – Fangen und Erlegen und sieht auch irgendwie gar nicht so appetitlich aus, oder?

IMG_6570

Außerdem haben Stefan und ich – da wir weder chinesisch sprechen, noch schauspielern können – bei einem kurzen Werbespot für ein chinesisches Restaurant mitgemacht. Wie das zu Stande kam? Mal wieder über WeChat, die Leute haben noch händeringend nach „Laowai’s“ gesucht und ich hab natürlich gleich wieder gedacht „ach das könnte witzig werden“. Und Stefan musste einfach mit 😉 und witzig war’s auch. Außerdem haben wir umsonst gegessen und danach kam noch ein nettes Gespräch zu Stande…

IMG_6603

Und sonst? Ja sonst war gar nicht mehr soviel los…ich habe mich von drei meiner Musikschüler verabschiedet und sonst waren wir nur wieder ein bisschen strawanzen…und haben natürlich „Warcraft“ angeschaut…

IMG_6616IMG_6592

Und gestern bin ich um vier Uhr morgens aufgestanden und mit einem Fahrer zum Flughafen nach Peking gefahren um Katja abzuholen 🙂

Sie ist gut gelandet, hat auch schon ein bisschen was gesehen (um dem Jetlag vorzubeugen) und hat sogar ein tolles Gastgeschenk mitgebracht 🙂 🙂 🙂 ❤

IMG_6642_Fotor

Für die nächsten Tage ist – fast – alles geplant. Wir fahren nach Huangshan (Yellow Mountains), Shanghai, Peking und zur Mauer und eventuell ist noch die Terrakotta-Armee in Xi’an drin.

Man sieht sich 😀

Denkt euch selbst einen Titel aus ;-)

Da ich von meinem Schwesterherz schon wieder gschmeidig zam gschissn worn bin, ob mei Blog bissl eingeschlafen ist, hab i mir dacht…oh oh…jetzt bresierts. Do muas i doch moi wieder was schreim.

Und jetzt wieder zurück in’s Hochdeutsche. Passiert ist nicht allzu viel. Wir haben uns wieder damit abgefunden „Back in Town“ zu sein und lassen das Grün und das Meer in Malaysia zurück. Gerade sitze ich bei einem Luftwert von ca. 174 („unhealthy“) draußen und warte auf meinen Früchtetee. Ich muss sagen mittlerweile ist mir das so scheiß egal! Es ist warm, die Sonne kommt durch, Tianjin hat gemerkt, dass die Leute im Sommer auch gerne mal draußen sitzen und haben dementsprechend mit schönen Tischchen und Stühlen ihre Cafes und Restaurants aufgewertet und das nehme ich gerne an. Apropos Wetter, Rock am Ring, Katastrophe! Das wird immer schlimmer. Ich bin zwar keine Umweltaktivistin, aber irgendwie glaube ich würde es auch nicht schaden, wenn es davon ein paar mehr gäbe. Aber man könnte sich ja für so unglaublich viel einsetzen und ich weiß gar nicht, was mir da persönlich am Meisten am Herzen legen würde.

Mein Tee ist übrigens Weltklasse – kalt, erfrischend, mit richitgen Früchten drinnen. Großartig!!!

IMG_6568

Ja und jetzt muss ich euch ein bisschen erzählen wie es mir so geht. Es war ehrlich gesagt wieder eine mittelschwere Katastrophe. Irgendwie verlassen mich alle, die ich hier kennen gelernt habe, so Stück für Stück. Eine ging nach Peking, da sie hier keine Arbeit gefunden hat – sie arbeitet jetzt in einem Pekinger Kindergarten. Wiederum eine andere hat es gar nicht ausgehalten und ist wieder nach Deutschland zurück gegangen und die dritte deutsche die mir sehr ans Herz gewachsen ist, reist gerade rum, da ihr Papa zu Besuch ist. Ein waschechter Italiener, der auch damals der Arbeit wegen nach Deutschland kam. Irgendwie würde ich das schon gerne mal sehen, wie so ein älterer Italiener durch Asien reist. Stelle ich mir irgendwie auch ein bisschen chaotisch vor. Na ich hoffe sie hat eine gute Zeit und genießt das mit ihrem Papa. Tja und auch die Chinesen die ich kennen gelernt habe, sind viel beschäftigt und haben so gut wie nie Zeit. Weshalb ich echt schwer damit zu kämpfen habe hier nicht ganz zu vereinsamen. Denn so lieb ich meinen Mann habe, das reicht mir halt einfach nicht aus, als menschliche Kontaktquelle. Zudem kommt, dass die Zeitverschiebung halt echt auch hart ist. Immer wenn ich gerne einer meiner Weibsen Zuhause was erzählen wollen würde, kann ich gar nicht durchklingeln, weil ihr entweder in der Arbeit seit oder schlaft.

Und man muss halt leider auch mal sagen, dass wir gerade ein scheiß Alter haben. Wir schwimmen so in der Mitte rum und ich fühl mich einerseits zu alt um mit den ganzen Studenten hier um die Häuser zu ziehen und andererseits bin ich zu jung dafür, um mit den Muttis die ich hier schon über den Musikunterricht und Sport kennen gelernt habe Kaffee zu trinken. Das geht schon mal und das sind auch ganz viele liebe Menschen, aber ihr wisst ja, es braucht gemeinsame Interessen und ich habe halt einfach noch keine Kinder und saufen gehen will ich aber auch nicht mehr! So, that’s the problem 😉

IMG_6502

Aber uns geht es soweit schon gut. Wir waren im Kino, haben den zweiten Teil von Alice gesehen (waren schwer begeistert) und nächstes Wochenende läuft Warcraft an!!! Wieder ein Grund um ins Kino zu gehen. Und die Filme mal mit Original-Stimmen zu hören, hat echt auch was. Johnny Depp als verrückter Hutmacher ist so fast wirklich nicht oft als Johnny Depp zu erkennen, da er auch so gekonnt seine Stimme verstellt, irre! Ich hoffe der bleibt uns als Schauspieler noch ganz lang erhalten!

Collage_Fotor

Ja und dann war da noch mein Auftritt in der Q-Bar des Westin Hotels am Freitag Abend mit Femi. Das war einfach toll. Ich habe sogar einen meiner Songs gesungen – und natürlich wieder meine Klassiker – das allseits beliebte „Zombie“ war übrigens auch hier der Kracher….

Es ist ja so viel schöner in einer Bar zu performen als auf einer Hochzeit – nichts für ungut meine ehemaligen Bräute – aber der Druck ist in einer Bar einfach nicht ganz so groß und somit ist das natürlich mit einer größeren Packung Spaß verbunden. So hatte ich immer das Gefühl das Brautmonster mit seinen glühend roten Augen sitzt mir direkt im Nacken, um mir beim kleinsten Fehler mit seinen Laser-Augen den Kopf säuberlich abzutrennen. In einer Bar natürlich viel entspannter, die Leute reden, spielen Billard und ab und zu lauschen sie unseren Klängen. Macht sehr viel Spaß und war vielleicht auch nicht mein letztes Mal. Ich hatte dann sogar am nächsten Tag schon eine Anfrage eines Jazz-Musikers hier, dass sie in einer Bar jamen und ich mich gerne anschließen kann. Ich war allerdings bescheiden und dachte, ooooch nö, so ein Auftritt pro Wochenende sollte schon reichen. Aber man merkt wie schnell das dann doch auf einmal wieder alles geht.

Collage_Fotor2

Ach ja so schnell wie es kommt, geht es hier in Tianjin halt dann auch oft. Drei meiner Schüler werden im Sommer Tianjin ebenfalls verlassen – und da ist sogar mein chinesischer Schüler dabei, was natürlich auch sehr schade ist. Ihr seht, ich habe auch immer wieder mit Enttäuschungen zu kämpfen. Aber das gehört nun mal dazu. Gerade als Expat sollte man sich eigentlich auch auf nichts und niemanden verlassen. Leider!

Joa und was ist noch, ach ja ins Fernsehen kommen wir jetzt nicht. Die Produzentenfirma von Goodbye Deutschland hat es sich wohl anders überlegt. Ich hatte ein Telefon-Interview und ein Skype-Intrview mit denen, aber er hatte da schon angemerkt „falls es zu Stande kommt“. Jetzt hat es entweder an China selbst gescheitert, dass sie vielleicht das Projekt grundsätzlich abbrechen mussten, oder wir waren Ihnen zu langweilig oder zu intelligent (*hust*). Man weiß es nicht 😉

Ich bin irgendwie doch auch froh drüber, weil ich mich bestimmt nicht gut im Fernsehen sehen kann – ich finde ja schon, dass ich eigentlich sau-unfotogen bin! Also deshalbt vielleicht auch gar nicht so schlecht.

Aber das Thema ist erledigt, ich finde es viel schöner, dass wir anderweitig Besuch bekommen. Ich glaube ich habe schon erwähnt, dass Katja kommt, aber ich mache es nochmal. Denn ich finde es wirklich irre und kanns auch irgendwie noch gar nicht so glauben. Mal sehen, was wir da alles so unternehmen. Was sicher geplant ist, ist die Mauer! Endlich!!!! muss ich sagen, denn ich war da ja selbst noch nicht!

Beim nach Hause fahren mit der U-Bahn wurde mir übrigens schon wieder ein Englisch-Lehrer-Job angeboten. So geht das hier in China, wieso ins Arbeitsamt gehen, einfach mal ein bisschen U-Bahn fahren (ist ja auch günstig) – da kommt das Jobangebot von ganz allein.

IMG_6494

Man sieht sich ihr Lieben!

Der Mensch braucht Natur

Jetzt sitze ich hier auf der Terrasse unseres Bungalows in diesem wunderschönen Resort, mit Blick auf den Garten und das Meer und kann es gar nicht fassen, dass ich am Montag wieder nach Tianjin zurück fliegen soll.

IMG_6224

Ich habe auf jeden Fall in letzter Zeit so einiges dazu gelernt, ich habe gelernt, dass der Mensch – insbesondere ich – die Natur tatsächlich braucht. In einer chinesischen Stadt unter 15 Mio. Menschen zu leben heißt – alles ist anstrengender und man findet selten bis gar nicht ein Plätzchen Ruhe und Natur.
Das bedeutet, man hat auch wieder schneller das Bedürnis davor zu fliehen. Im Oktober waren wir erst in Bali und jetzt im Mai schon wieder in einem wundervollen tropischen Land – Malaysia.

IMG_6201

IMG_6209

Vielleicht war auch das der Grund, warum KL nicht zu meinen Favoriten zählte, aber jetzt hier umgeben von Vogelgezwitscher und Meeresrauschen komme ich gefühlt endlich mal wieder ein bisschen zur Ruhe.

IMG_6156

Aber nicht nur das habe ich gelernt, ich habe mich auch weiterentwickelt – sogar im Urlaub halte ich mich an mein über die Jahre hinweg perfektioniertes Essverhalten und schlinge nicht wieder – nur weil es da ist – alles sinnlos in mich hinein. Außerdem ist Sport so ein fester Bestandteil geworden, dass ich sogar hier mit Stefan schon draußen und auch drinnnen (im Gym) laufen war und früh morgens auf unserer Terasse Yoga gemacht habe. Und das erzähle ich euch nicht, weil ich euch eins „reindrücken“ möchte, sondern weil mich das einfach unglaublich stolz macht – und es mir auch wahrlich gut damit geht.

IMG_6205

IMG_6206

Dieses Resort hier ist wirklich traumhaft – uns wurde auch gezwitschert, dass Michael Schuhmacher hier auch schon des öfteren seine Seele baumeln lies. Stimmt mich seiner Geschichte wegen natürlich ein bisschen traurig, aber erinnert mich auch gleichzeitig daran, jeden verdammten Moment meines Lebens zu genießen. Wer weiß, was morgen ist!

IMG_6220

Dann muss ich auch noch gestehen, dass es zwar in erster Linie wahnsinnig schön ist in einem so traumhaften Urlaub Geburtstag zu haben, aber dass ich in solchen Momenten auch sehr traurig bin…ich vermisse euch, meine Familie, meine Freunde! Ich kann sagen, ich wusste vor unserem China-Experiment wirklich nicht mal ansatzweise was Heimweh wirklich bedeutet und wie sehr es schmerzen kann….

Aber ich möchte nicht allzu sehr auf die Tränendrüse drücken, kurz gesagt, wir lassen uns es hier in Terengganu echt gut gehen.

IMG_6400

Wir frühstücken jeden Morgen in Ruhe, machen ein bisschen Sport, gehen ins Meer und an den Strand, lesen, lachen, reden und schweigen. Da wir beide allerdings auch sehr neugirg sind und immer etwas entdecken wollen – reicht uns ein typischer Strandurlaub natürlich auch wieder nicht und so waren wir noch Schnorcheln und haben zudem ein nicht unanstrengendes Jungle-Trekking zu einem Wasserfall hinter uns. Das ist zwei Tage her und ich merke es immer noch in den Oberschenkeln….so viel dazu.

Aber erst nochmal kurz zum Schnorcheln. Wir waren schon kurz davor hier einen Tauchschein zu machen, aber ich möchte das nicht ohne vorherigen Medical-Check machen, also gings vernünftigerweise „nur“ zum Schnorcheln….was aber hier im südchinesischen Meer auch erstmal vollkommen ausreichend ist. Wir haben leider keine Unter-Wasser-Fotos, aber ich schwöre euch, wir haben so viel bunte, leuchtende Fische gesehen, tausende von kleinen und größeren Nemo’s, fünf große bis riesige Wasserschildkröten und sogar fünf Baby-Haie…unglaublich wenn die einfach so an einem vorbei schwimmen. Und die Korallen, Seesterne und Riesen-Muscheln waren natürlich auch nicht zu verachten. Außerdem waren für ein dutzend dunkelblaue Fische meine Haare besonders interessant. Ich bin einmal in einem Schwarrm von diesen Fischen versunken und wurde von allen Seiten angeknabbert. Das war ein großartiges Erlebnis und etwas was ich mit Sicherheit niemals vergessen werde.

IMG_6237

IMG_6279

IMG_6276

Im Dschungel war’s auch sooo schön. Es ist einfach ein anderes Gefühl, wenn man durch einen HUNDERT-MILLIONEN-Jahre alten Regenwald wandert und klettert – sich an Lianen nach oben zieht und unter riesigen Spinnennestern durch gehen muss, an denen auch noch eine riesige Palm-Spinne hängt. Aber wir haben gelernt, alle gifitgen Spinnen weben anscheinend keine Netze. Wenn man allerdings eine Spinnen-Phobie hat, so wie eine unserer Truppe (ein Guide, wir und ein anderes junges Pärchen) wird das Ganze dann doch zu einem kurzen Drama und es gibt Tränen und Angstschweiss. Aber die Spinne wurde nicht von unserem Guide aus ihrem Lebensraum gerissen und die Spinnen-Phobikerin hat es auch ohne Herzinfarkt unten durch geschafft….
2.200 Meter weit ging es steil bergauf und bei so hoher Luftfeuchtigkeit schwitzt man ja sogar schon im Stehen, da kam das eiskalte Bad am Wasserfall wirklich gelegen. Und nach kurzem Staunen bei Sonnenstrahlen, regnete es dann auch noch in Strömen – das war unglaublich. Wir im Regenwald, im Wasserfall badend und von oben tropischer Regen. Wie bei einem Streifen aus Hollywood! Stefan und ich haben dann einen Fels weiter oben geplantscht und somit war es fast so, als wären wir alleine dort. Und eine andere riesige Reisegruppe kam dann auch erst, als wir schon wieder am Aufbrechen nach Unten waren. Es war einfach großartig. Ich habe jetzt drei Wasserfälle gesehen und in zwei davon gebadet – Thailand, Bali und Malaysia. Und jeder hatte etwas für sich, aber das Erlebnis hier, allein schon mit dem abenteurelichen Auf- und Abstieg, war dann doch einzigartig!

IMG_6304

Zu diesem Baum hatte unser Guide auch eine nette Geschichte – nach ein paar Wochen haben Touristen auf den entwickelten Bildern hinter sich einen Geist entdeckt – mal schauen ob das in der digitalen Welt auch noch so funktioniert 😉

IMG_6333

IMG_6301

IMG_6386

IMG_6391

Und jetzt muss ich aufhören und mal zum Frühstück gehen, ich hab schließlich um elf meinen letzten Spa-Termin.

IMG_6118

Man sieht sich ihr Lieben ❤

Kuala Lumpur

Jetzt sitze ich hier in einem kleinen Cafe in Kota Kemuning und bin einfach nur heilfroh, dass wir uns kein Hotel oder eine Ferienwohnung direkt in Kula Lumpur gebucht haben.

Aber am Besten fange ich einfach mal wieder von vorne an.

Wir sind am Freitag Morgen von einem Fahrer abgeholt worden. Trotz des kleinen Missverständnisses, dass er zuerst zum falschen Starbucks gefahren ist, obwohl Stefan mehrmals im Vorfeld darauf hingewiesen hatte, dass er doch bitte zum „Richtigen“ fahren soll.

Denn ihr müsst wissen, bei unserer Appartement-Area gibt es zwei Starbucks Cafes, das eine direkt unter unserer Wohnung und das andere um die Ecke. Wobei „um die Ecke“ in China’s Größenausmaße nicht heißt, das man mal nur kurz um die Ecke schaut und sehen kann ob er da steht. Das dauert schon ein bisschen bei diesen Gebäuden einmal „um die Ecke“ zu laufen.

Nichts desto trotz sind wir dann mit einem sportlichen und wirklich ganz cool aussehendem Elektroauto zum Flughafen geflitzt und waren auch nicht zu spät. Obwohl wir auch immer weniger Zeit am Flughafen einplanen, weil es einfach nicht nötig ist, da Stunden rum zu sitzen und auf den Flieger zu warten.

Und jetzt kommt auch schon mein „Egg Waldorf“, ich leg mal eine kurze Frühstückspause ein…

IMG_6042

So, verzehrt und für gut empfunden. „Egg Waldorf“ ist sowas wie „Egg Benedict“ – zumindest hat es sich im Cafe „Brew&Bread“ nur in einer Zutat unterschieden – statt Schinken, gabs Wild-Schwammerl dazu.

Pochiertes Ei, Tomaten und ein kleines Ciabatta dazu – fertig ist das Frühstück. Pochierte Eier – auch sowas was ich in deutschen Restaurants wieder vermissen werde. Man bekommt ja auch kein weich gekochtes Ei zu seinem Frühstück in Deutschland – zu hohe Salmonellen-Gefahr – pfff…!

So weiter im Geschehen. Der Flug war ganz angenehmen, Flugzeit ca. 5-6 Std. mit einer Zwischenlandung (mit nur 1 Std. Aufenthalt).

Vom Flughafen dann nochmal eine verschmerzbare Autofahrt zu unserem Appartement – mit drei Schlafzimmern, drei Bädern, einem Wohnzimmer und einer Küche. Alles sauber, alles gut. Nur wartet – die Bettwäsche fehlte, aber die ist schon auf dem Weg zu uns…also, alles gut!

So langsam kommt der Hunger, der Nachteil an Wohnungen, kein Hotelrestaurant im Haus. Also heißt es Flip Flops an und loswandern. Wir haben aber schnell ein kleines Restaurant gefunden in dem wir sogleich ein paar kleine typische malaysische Gerichte bestellt haben. Ich habe leider vergessen die Namen aufzuschreiben. Aber eines war eine Art scharfe Suppe mit Fisch, Gemüse und Nudeln. Das andere eine Art winzig kleine Pizza und zur Nachspeise eine Art Pancake mit Roter-Bohnen-Paste (ich liebe dieses Zeug ja).

Als die Rechnung kommt, merken wir schnell, dass Essen hier keinem das Geld aus der Tasche zieht – es lohnt sich also wieder nicht selbst zu kochen….aber das wäre für drei/vier Tage sowieso zu viel Aufwand sich mit Gewürzen und Co. auszustatten.

Ach ja – es ist sooo heiß hier. Das Problem sind auh nicht nur die stetigen 30 Grad (morgens – mittgas – abends – nachts) Nein…es ist die hohe Luftfeuchtigkeit. Man steht draußen im Schatten unter einem Baum und – schwitzt! Ohne Witz…das ist so heftig. Das ist auch der Grund warum ich hier eine Ladung Wäsche zur Wäscherei gebracht habe. Fünf Kilo Wäsche haben wir zusammen gebracht. Ok, ich hab auch am Sonntag in KL nochmal eingekauft wie eine Geisteskranke, das muss natürlich auch gleich gewaschen werden. Sind schließlich zwei Bikinis dabei gewesen….aber was soll man machen, wenn ich hier den größten H&M entdecke den ich jemals zu Gesicht bekommen werde. KL ist wahrlich ein Shopping-Paradies. Jetzt denkt sich der ein oder andere vielleicht, wieso H&M gibts doch in Deutschland und überall auf der Welt sonst auch. Nein meine Lieben, nicht so einen H&M. Mit so einer riesen Auswahl und allen möglichen Untermarken, die H&M je produziert hat….und so eine große Auswahl an Bikinis gibt’s sonst definitiv auch nirgendwo!

Selbst die Shopping Malls sind hier ansprechender – gut, ich war nur in dieser einen, aber dort war es echt super.

Zurück zum Thema – Wäsche! Ich hatte kurz überlegt Waschpulver zu kaufen und selbst zu waschen…gut, dass ich das nicht getan habe! Fünf Kilo Wäsche wash&dry über Nacht für 14,10RM – das sind derzeit 3,06 EUR!!!!! Ich hätte dafür zwei Waschgänge, sowie die Zeit dafür investieren und erstmal das Waschpulver vom Supermarkt heimschleppen müssen. No way!

Bin übrigens mit der Wäsche nicht dorthin gelaufen (14min.Fußweg)….es war wieder so schwül, dass ich mit dem Taxi hingefahren bin, den Taxifahrer warten habe lassen und mit dem gleichen wieder zurück gefahren bin. Das bringt mich zum nächsten Thema! Englisch – eine der Amtssprachen in Malaysia, wie angenehm ist das denn. Ich hatte ganz vergessen wie schön es ist, wenn dich die Mensch überall verstehen. Du überall alles lesen kannst. Und sogar die landesüblichen Apps benutzen kannst. Die App „Grab“ ist wunderbar. Ich gebe meinen „pick up“ und „drop of“ Ort ein und die App sucht mir einen verfügbaren Taxifahrer, der mit Taxameter fährt und sich gerade in meiner unmittlebaren Nähe befindet. Zudem zeigt sie auf der Map an, wo der sich gerade befindet und wie lange er braucht, bis er bei mir ist. Ich bin im Himmel! Ich liebe diese App. Taxifahren kann ja sowas von einfach sein. Großartig! Da fällt mir wieder auf, wie unverschämt einfach es gewesen wäre in ein Land zu auszuwandern, in das Englisch gesprochen wird…hihi!

Aber ich bin schon wieder so weit vom Thema KL weg, das es schon gar nicht mehr feierlich ist. Wie soll ich das jetzt charmant sagen….ich mag KL nicht besonders gern. Ich muss dazu im Vorfeld sagen, bei meinen vorherigen Recherchen ist mir schon aufgefallen, dass es nciht leicht werden wird, sich eine „Attraktion“ auszusuchen…die Stadt ist in meinen Augen nämlich einfach hässlich. Das Problem ist, dass sie das erst jetzt gemerkt haben – wie in Asien so oft – und auf Biegen und Brechen wird die ganze Stadt jetzt aufgerissen und wieder verschönert. Das heißt wiederum Baustellen – überall! Wunderschöne muslimische Gebäude sind schon vor langer Zeit von grauen Hochhausbunkern umrandet worden. Der Multi-Kulti-Mix ist zwar schön und erfrischend, hier wohnen Chinesen, Malayen, Inder und Araber. Darunter befinden sich Muslime, Hindus, Buddhisten und Christen, was wiederum heißt in der Stadt befinden sich chinesische Pagoden, christliche Kirchtürme, Minarette der Moscheen, und indische Tempel….. aber das heißt auch, dass sich nicht nur alles Positive der Kulturen vermischt, sondern auch die Stadt selbst an etwas an Charme verlieren zu scheint. Die Straßen hier teilweise so dreckig sind wie in Indien (so stelle ich mir Indien zumindest vor), es ist so laut und schnelllebig wie in China und teilweise ist man sich aber durch die vielen Muslime nicht sicher, ob es angebracht ist, in einem Spaghetti-träger-Top über den Merdeka Square zu marschieren. Außerdem stinkt die Stadt! Überall stehen Busse, die die Motoren laufen lassen (wahscheinlich wegen der Klimaanlage). Aber die Abgase der Busse und Autos und die Luftverschmutzung der Baustellen ist so dermaßen hoch, das man Abends im Bett nach dem Zähneputzen und dem Einsatz von Listerine immer noch den Stadt-Geschmack im Mund hat. Ekelhaft!

Wir sind auch schnell vom Merdeka Square in Richtung Stadt-Natur zum botanischen Garten geflüchtet und haben uns da die Zeit vertrieben.

IMG_5943IMG_6016IMG_5996IMG_5947IMG_5965IMG_5959IMG_5950

Vertrieben sage ich bewusst, denn wir haben nur die Zeit noch ausharren wollen, bis das World-Youth-Jazz-Festival beginnen sollte. Nach über zwei Stunden überzogenem Soundcheck (der wirklich schon auf mehr Lust gemacht hat) passierte es allerdings. Der alltägliche Monsun-Regen setzte ein. Man könnte denken, die Veranstalter seien darauf vorbereitet gewesen, denn sogar als Tourist weiß man, dass es hier zur Zeit einmal am Tag so dermaßen regnet – dass sich Roller-Fahrer unter Unterführungen versammeln und warten/hoffen dass das Unwetter bald wieder vorbei ist. Meistens ist es das auch – eine Stunde im Durchschnitt. Aber nicht am Samstag…beim Jazz-Festival, da dauerte der Regen über fünf Stunden – und die Technik war anscheinend für sooo viel Regen dann doch nicht ausgestattet. Jazz-Festival abgesagt. Schön wärs gewesen unter freiem Himmel, in KL ein kostenloses Musikfest mitzuerleben. Tja, that’s Aisa. Des is hoid so…gerade in Regenwaldgebieten – Natur sticht Mensch! Macht aber auch nix. Es war trotzdem irgendwie schön und auch ein bisschen romantisch…vor allem, weil der Regen ja auch warm ist und es nicht wirklich runterkühlt. So steht man dann in Flip Flops unter einem Torbogen und wartet bis das Schlimmste vorbei ist.

IMG_6004IMG_6005IMG_6011IMG_6013

Joa, und Montag bis Mittwoch musste Stefan dann ja arbeiten. Jetzt muss ich doch tatsächlich überlegen, was ich Montag gemacht habe, ach ja…ich hatte Sonntag Abend nach thailändischem Essen Durchfall und hab mich dann Montag morgen noch nicht wirklich wo hingehen trauen, aber Nachmittag bin ich nochmal in die Sunway Pyramid und hab drei Sachen zurückgegeben. Dann nochmal ein neues Teil gekauft, Sonnencreme besorgt und wieder nach Hause. Abends hab ich uns dann Essen liefern lassen (gesundes Essen – Reis, Fisch, Gemüse, Suppe) und Dienstag war eine kleine Premerie für mich. Ich bin in ein Spa gefahren. Ich dachte mir, ich möchte eigentlich nicht wieder in KL rumlaufen und nach eine der wenigen „schönen“ Highliths suchen, dafür gibt es davon zu wenige….sondern möchte einmal das tun, was Asiatinnen ständig zu machen scheinen. Sich um ihr Aussehen und Wohlbefinden zu kümmern. Denn eines ist klar, hier gibt es an jeder Ecke Angebote für Fußreflexzonen-Massagen, TCM-Behandlungen, Spa’s, Healthcare-Center, Wellness, Massagen, Gesichtsbehandlungen, Schönheits-Kliniken….also dachte ich, ich muss das auch mal mitmachen. Ich habe mir ein schönes Spa im Internet ausgesucht und bin da also hingefahren. Nach einem Kaffee-Peeling, einer Ganzkörper-Massage, einem Dampfbad und einer Spa-Pediküre muss ich sagen, gar nicht schlecht sowas.

IMG_6028

So und dann ist auch schon Mittwoch und wir sind im Brew&Bread in der Gegenwart wieder angelangt. Heute Abend werden wir noch mit Stefan’s Abteilung hier zu einem tollen Seafood-Restaurant an’s Meer fahren – zu dem anscheinend auch ganz oft die KL’er selbst oft raus fahren – und morgen um zehn gehts auf in den richtigen Urlaub.

Zum Abschluss bleibt zu sagen – auch in KL gibt es schöne Ecken, aber wer so wie ich kleine Künstlerstädtchen wie Ubud in Bali liebt, sollte auch mal aus der Stadt rausfahren, in so kleine Dörfchen wie Kota Kemuning.

Und das Schönste an KL ist tatsächlich der Multi-Kulti-Mix. Frauen, von Kopf bis Fuß verhüllt lächeln mir zu, obwohl sie so gar nichts mit mir gemein zu haben scheinen und diese Offenheit gegenüber „anderer“, dieses beschnuppern der Menschen mit verschiedenen Kulturen und Religionen, das ist das was hier in Malaysia wahre Freude bereitet.

Bis dann meine Lieben!

IMG_6043

PS: „Pork-free“ heißt nicht etwa „Chinesen-mit-schlechten-manieren-bitte-draußen-bleiben“ Nein, es ist ein Zeichen für „Muslime herzlich willkommen“, denn genau wie koscheres Essen im Judentum, gilt es auch für den Islam kein rituell unreines Essen zu verzehren. Deshalb gibt es hier sogar McDonald’s mit Halāl-Zertifizierung („halāl“ ist arabisch und bedeutet „erlaubt“, „zulässig“).

Die 29 naht…

Halli Hallo meine Lieben,

ja – es ist offiziell – ich werde alt. Am 18. Mai werde ich 29 Jahre alt…das ist quasi schon fast 30…wahrscheinlich bin ich deswegen jetzt in kürzester Zeit zweimal hintereinander krank geworden. Anfang April war ich schon erkältet und jetzt plagt mich seit ca. 5 Tagen die zweite Erkältung. Aber es wird besser und ich bin zuversichtlich, dass ich bald diese atemberaubend schönen Laufschuhe testen kann…

IMG_5929

JA Lisa und Maria – ich hab die anderen zurück geschickt und mich prompt im Nike-Laden in diese Prachtstücke verliebt. Sind die nicht der WAHNSINN? Dieses pink-orange Gemisch macht mich dermaßen fertig und die Dinger bieten einen hervorragenden Kontrast zu meiner türkis-blauen, meiner anderen bunten und meiner grauen Sporthose – ja ich hab vielleicht in letzter Zeit ein paar Sportklamotten gekauft. Aber wie das halt mit uns Weibern so ist, gut gestylt macht alles gleich doppelt so viel Spaß und das gilt halt auch für den Sport.

Jetzt aber wieder zurück zum Thema, denn es naht nicht nur mein letzter Geburtstag mit einer 2 davor, nein, wir sind jetzt dann bald genau 1 Jahr hier in China. Ein Jahr schon Leute, die Zeit rast davon.

Ich hab mir auch vorgenommen dazu mal einen Bericht zu schreiben, was ich/wir aus einem Jahr China so gelernt haben. Aber dazu brauche ich etwas mehr Zeit und Muse 😉

Nach unserem Peking-Trip ist nicht all zu viel passiert – wir haben wieder gut gegessen…

IMG_5913

Sieht das nicht gut aus? War auch oberlecker, Steak mit Süß-Bratkartoffeln (Brat-Süß-Kartoffeln?) Egal – Cocktailtomaten und Balsamico-Charlotten

…haben ein bisschen gearbeitet – der eine mehr, der andere weniger 😉 und ich habe mit Femi für einen Auftritt in einer Bar geübt. Einige von euch haben das spontan aufgenommene Video bestimmt schon auf Facebook entdeckt, falls ihr es nochmal anschauen möchtet…tadaaa

 

Femi ist ein unglaublich guter Musiker und es ist mir eine Ehre mit ihm im Juni auf einer Veranstaltung der deutschen Handelskammer spielen zu dürfen. Ich bin gespannt, wie oft wir es noch schaffen uns davor zu treffen, denn bisher hat es leider nur einmal funktioniert und morgen geht unser Flieger nach Malaysia…

Jaaaa Malaysia – endlich kann ich mal mit. Geplant ist es das Wochenende und drei Arbeitstage (für Stefan) in Kuala Lumpur zu verbringen. Und anschließend gehts weiter an die Westküste nach Dungun. Dort haben wir ein tolles Resort gebucht und Stefan hat es echt mehr als verdient mal wieder durchzuatmen und weder arbeiten noch studieren zu müssen. Wir sind dann also mal bis 23. Mai weg…

Natürlich lauf ich da dann auch wieder wie ein Irrer auf E durch die Gegend und mach ein paar schicke Fotos für euch…

IMG_5914

 

Metal-Chinesen

Nach einem wunderbar entspannendem Wochenende in Peking, sind wir langsam wieder in der harten Realität des Alltags zurück gekehrt 😉 aber ich möchte euch natürlich erzählen was in Beijing so los war.

Der eigentliche Grund unserer spontanen Anreise war das Konzert von Iron Maiden am Sonntag. Von welchem ich dachte, dass es ganz anders abläuft, aber fangen wir am Anfang an. Wir haben uns am Mittwoch zuvor noch ein Appartement über Airbnb rausgesucht und  wurden auch nicht enttäuscht. Für ein Hotel hätten wir erstens über das doppelte mehr bezahlt und zweitens hätte man sich da wieder nicht so willkommen gefühlt, wie in einer eigenen Wohnung. Wir haben dazu eine fabelhaft idiotensichere Beschreibung von unserer Vermieterin Sammi bekommen und so war auch die Anreise sehr entspannend. Zugfahrt von Tianjin nach Beijing ca. 40 min., dann noch ein bisschen U-Bahn fahren und über den Angestellten-Eingang und dem Zahlencode für die Tür das erste mal in die Wohnung. Schlüssel, Handtücher, Luftreiniger!!!, alles da was man so braucht. Sauber ist es auch, da jeden Tag ausser Sonntag die Putzfrau kommt – wie praktisch. Nach dem kurzen Check haben wir überlegt einfach mal zur verbotenen Stadt zu fahren.

Könnte aber sein, dass sie keine Tickets mehr rausgeben – es wird empfohlen, die vorher zu kaufen. Denn wie auch bei den Sehenswürdigkeiten in Rom, ist natürlich hier auch oft alles maßlos überfüllt. Ich wollte mir den Wahnsinn trotzdem geben und außerdem, es ist die verbotene Stadt – das wäre so als würde man in Rom gewesen sein und nicht zumindest einmal beim Kolosseum vorbeigeschaut haben.

Nachdem wir endlich! am richtigen Eingang angekommen waren, war ich erst einmal wieder erschlagen von den Menschenmassen. Aber irgendwie gewöhnt man sich dann schnell dran und es haben sich selbst dort wieder Stellen finden lassen, wo es etwas ruhiger war und außerdem macht es ja schließlich auch immer noch Spaß die Leute zu beobachten 😉 Besonders die typischen Touristen, die wir auf den Tod nicht ausstehen können. Unmengen von Reisegruppen die in geordneten Zweier-Reihen ihrem „Führer“ hinterhertrotten, dann gibt es auch immer zudem noch diesen einen, der ganz vorne neben dem Veranstalter herläuft und gscheid daher red‘, immer wieder witzig…ganz zu schweigen von den Outfits an denen man einen waschechten Reisegruppen-Touristen von zehn Meter Entfernung her schon erkennt. Außerdem scheinen die alle eher übergewichtig zu sein – was mich auch nicht stören würden, jeder nach seiner Fasson, aber zu kurze Hemden bei Männern, welche den Bierbauch rausspitzen lassen und zu enge T-Shirts bei Frauen, die nach Michelinmännchen schreien? Muss das sein?….na egal – es war einfach irgendwie total witzig und trotzdem sehr entspannend…

IMG_5540IMG_5545IMG_5552IMG_5646IMG_5655

IMG_5658

Am Ausgang hat sich’s dann doch auch nochmal ganz schön gestaut – aber man möchte es kaum glauben, wir haben Stefan’s Praktikanten, einen Arbeitskollegen, seine Mama + Freundin getroffen….ist das nicht irre? Ich hab gedacht ich seh nicht richtig – tausende von Menschen und trotzdem trifft man noch welche die man kennt….

IMG_5903

Nach der verbotenen Stadt sind wir dann noch in einen Park gegangen – mit See, Boot fahren und bissl Berg rauf steigen – einfach schee…

IMG_5901

 

IMG_5719

Ist die nicht süß? 😉

IMG_5743IMG_5747IMG_5749IMG_5769IMG_5792IMG_5808

 

Mit meinem „Überlebens-chinesisch“ ist auch das Taxi-Fahren in Beijing schon leichter geworden und wir haben es auch tatsächlich noch geschafft telefonisch einen Tisch in einem Restaurant zu reservieren – die am Telefon konnte ein bisschen englisch und ich konnte ein bisschen chinesisch – und schon funktioniert’s.

 

IMG_5813

Chinese-Grumpy-Cat is chillin‘ like a Boss

IMG_5830

 

Am Sonntag haben wir dann gemütlich draußen gefrühstückt – ja ok, es war kein westliches Frühstück, es war aber auch schon halb elf und somit gab’s einen Salat mit Thunfisch (echten, richtigen, frischen Thunfisch – schön in der Pfanne angebraten – innen noch rot/roh) und eine Steak-Gemüse-Pfanne – meine Herren, des war ein Festschmaus 🙂

Anschließend wieder in einen anderen Park und danach ein bisschen ausruhen im Appartement, und dann war es endlich soweit….

IMG_5860

IRON MAIDEN live in Beijing!!! Vorab möchte ich nochmal sagen, dass es für Bruce Dickinson – dem Sänger – schon immer ein großer Traum war, einmal in China zu spielen. Mit der Book of Souls Tour ist er wahr geworden und wir durften dabei sein. Ich habe Iron Maiden ja außerdem auf Facebook geliked und somit am Sonntag erfahren, dass drei der Bandmitglieder ebenfalls in der verbotenen Stadt waren…

Dieser Beitrag ist aber vielmehr – wie der Titel auch schon sagt – den Metal-Chinesen gewidmet. Das sind wohl auch einer der kultiviertesten Chinesen, natürlich sind da auch die Klassikliebhaber und Chinesen die ins Ballett gehen, aber wenn ich da an Schwanensee zurück denke und das mit dem Iron Maiden Konzert vergleiche, muss ich sagen, die Metal-Chinesen gewinnen. Keinerlei rumgerotze, gefurze oder sonstige körperliche Laute weit und breit. Neben uns saß ein Anwalt, der uns erzählt hat, dass er davon geträumt hat mit ungefähr zehn Jahren, Iron Maiden mal live zu sehen – und dass sie jetzt tatsächlich hier sind ist unglaublich für ihn. Und ich muss sagen, dass hat man gemerkt. Diese Vorfreude der Chinesen – der Hammer. Die Halle war emotional ganz schön aufgeladen und man hat das nahezu bei jedem Song gemerkt, wie dankbar die einfach sind, dass sie so einen Act jetzt mal live erleben können. Mein persönliches Highlight „Children of the Damned“ – da ist auch bei mir das ein oder andere Tränchen heruntergelaufen. Denn auch für mich hat Iron Maiden Kindheitserinnerungen. Schon als ich ins Keller-Zimmer meines Cousin’s bin und dabei meinen Bruder und ihn genervt hab, weil ich unbedingt wissen wollte, was sie da gehört haben, war ich fasziniert von den Klängen und den Covern mit Eddie drauf. Damals war ich wirklich noch ein bisschen zu jung dafür – ich hab noch die Sätze meines Bruders und Cousin’s im Kopf. „Hau ab, lass des lieng, des is nix für di“.

Auch ein Traum vieler Metal-Chinesen – einmal nach Wacken fahren 😉

Und was hab ich von dem Konzert erwartet? Irgendwie dachte ich es sei anders, ich kann es aber auch nicht erklären. Ich habe Iron Maiden in Wacken gesehen, ich stand hinter ca. 70.000 Menschen und bin keinen Meter weiter vorgekommen und jetzt hatten wir Sitzplätze, die auch noch upgegraded wurden zu besseren (da die Halle nicht ausverkauft war) und die ganze Arena war bestuhlt. Doch gesessen ist selten jemand…der Blick auf die Bühne war einwandfrei und bis auf das es so laut war, dass es manchmal nicht mehr feierlich war, war es ein tolles Konzert. Taub und Stumm sind wir zufrieden zurück in die Wohnung und haben unsere zweite und letzte Nacht in dieser irren Stadt verbracht und ich muss gestehen – jetzt bin ich auch ein kleiner Peking-Fan geworden – allerdings bin ich schon noch immer froh, dass ich diesem Wahnsinn und diesen Menschenmassen nicht jeden Tag ausgesetzt bin und wenn ich will, einfach wieder in das ruhige (naja, mehr oder weniger) Tianjin zurück fahren kann.

IMG_5863

Frühling…

…Frühling in China ist wunderschön. Warum? Endlich bekommt die Stadt wieder ein bisschen Farbe verpasst. Die Bäume wachen auf, die Blüten fangen an zu blühen und das Gras wird von Woche zu Woche grüner. Das ist in einer grauen Stadt wie Tianjin natürlich umso wichtiger  😉

Los ging’s mit den Kirschblüten und Magnolien. Um davon ein paar Fotos abzubekommen, musste man wirklich schnell sein, denn manche Blüten, waren nach einer Woche bereits wie vom Erdboden verschluckt – in China hat’s wohl auch die Natur mit der Entwicklung sehr eilig…

IMG_5349

IMG_5354

IMG_5385

Aber das schnelle „Verblühen“ lies sich gut verschmerzen, denn dafür wird jetzt grundsätzlich einfach alles grüner…

IMG_5447

Gingko-Bäume noch und nöcher ❤

IMG_5465

 

IMG_5472

Ich möchte auch hier nochmal betonen, dass diese letzten sechs Natur-Bilder unbearbeitet sind!!!

Ansonsten ist in letzter Zeit nicht allzu viel passiert. Wir kommen endlich ein bisschen zur Ruhe und Stefan ist auch froh, gerade nur arbeiten zu müssen. Wir genießen jede Smog-freie Sekunde draußen und können auch wieder mal andere Aktivitäten planen. Die Wochenenden die für’s Studium geopfert wurden, sind – vorerst mal – Geschichte und somit steht wieder Freizeitgestaltung an oberster Stelle.

Gerade geht es uns auch wieder richtig gut. Aber ich muss gestehen, dass ich erst vor kurzem wieder einen kleinen, großen Durchhänger hatte. Ich war krank, die Luft- und Lärmverschmutzung war sehr stark und somit wurde auch das Heimweh immer größer und größer. Zwischendrin denke ich oft. „Ich kann das alles nicht mehr“. „Ich will nach Hause“. „Hier kann man sich auf niemanden verlassen“. „Ich bin ganz allein hier“. Mimimimimi….das Jammern ist vorbei und hat Himmel-sei-Dank auch nicht allzu lange angehalten. Und was natürlich ganz doll hilft ist das ein oder andere Gespräch mit meinen lieben Eltern und Weibs’n 🙂 das war vermutlich auch der Grund warum Chinalitis pausieren musste, ich konnte und wollte einfach nicht mehr alles mit der Welt da draußen teilen. Und oft hat es mich auch einfach nur geärgert, dass ich gar nichts mehr „neues“ erzählen konnte, da es dann immer hieß, „Hab ich schon in deinem Blog gelesen“….nicht, dass das jetzt heißt, ihr sollt aufhören ihn zu lesen. Es war einfach nur eine kleine Pause nötig 😉

Ich wollte auch nochmal auf obigen Satz („Hier kann man sich auf niemanden verlassen“) eingehen. Wenn man den ganzen Tag für sich selbst gestaltet und nur ein paar wenige Menschen hier hat, mit denen man gerne Zeit verbringt, ist man oft auf ein oder zwei Personen angewiesen. Man verabredet sich zum Spazierengehen, Kaffee trinken, Ikea fahren, etc….und wenn man dann eine Absage bekommt, dann ist man hier vielleicht einfach mehr enttäuscht, weil man auch keine andere Alternative hat, außer dann wieder alleine um die Häuser zu ziehen. Das kann auf Dauer auch ein Gefühl von Einsamkeit vermitteln und Leute ich sag’s euch ganz ehrlich – man schätzt das was man „Zuhause“ hat, dann einfach wieder viel mehr. Und ich hatte in meinem ganzen Leben noch nie so starkes Heimweh wie vor zwei Wochen. Es ist zum Kotzen – und ich bin froh, dass das wieder vorbei ist – aber ich werde niemals wieder aufhören damit, das zu schätzen was ich habe. Ich habe eine Familie, die wohl die beste der Welt ist und ich habe Freunde, auf die ich mich verlassen kann. DANKE ❤

Da ich jetzt auch gerade wieder kurz vorm Heulen bin, wechsle ich einfach ganz schnell und ohne jeglichen Zusammenhang das Thema – ich bin ein Mensch, der sich auch sonst sehr viel Gedanken macht. Ich stoße hier immer wieder an meine Verständnis-Grenzen. Keine Frage – ich fühle mich hier mittlerweile sehr wohl und es gibt unzählige tolle Dinge – es bleiben aber auch unglaublich mächtige Unterschiede zu Deutschland, bzw. Europa.

Sei es, dass die Menschen hier noch so sehr mit sich selbst zu kämpfen haben, das der Tier- und Umweltschutz immer noch zu wenig vertreten sind – oder die Leute selbst noch keine Ahnung haben, was sie sich teilweise antun.

Auf dem Umweltschutz möchte ich jetzt auch nicht mehr länger rumkauen, ich weiß nur zu gut, wie oft sogar die Schrobenhausener Zeitung über den Smog in Peking berichtet. Aber der Tierschutz – es ist nicht leicht. Immer wieder läuft man an Tieren vorbei, die auf der Straße verkauft werden und in winzig kleinen Käfigen vor sich hin vegetieren. Kaninchen, die eigentlich sehr viel Platz zum rumtoben und springen brauchen, sitzen in Käfigen, in denen sie sich nicht mal von einer Seite zur anderen drehen können. Hunde werden stapelweise in einen kleinen Käfig gepfercht und da die Chinesen es so von den Verkäufern sehen, sperren sie ihre Hunde ganz selbstverständlich auch in ihren Wohnungen über Nacht in die Käfige ein. Ich habe Bilder in WeChat Gruppen gesehen, in denen die Hunde in Käfigen schlafen, auf denen nicht mal Decken ausgelegt werden – sprich die liegen auf den Stäben – und die Besitzer empfinden das als „normal“ – ich kann es einfach oft nicht mehr mit ansehen.

Aber auch die Menschen sind noch weit davon entfernt sich selbst gutes zu tun – mal abgesehen von der schlechten Ernährung der Chinesen (hier werden auch immer alle noch fetter…) – der schlechten Zahnpflege und dem Unwissen/Ignoranz was die Umwelt- Luft- und Lärmverschmutzung mit dem Menschen anrichten können.

Besonders möchte ich heute dabei auf die Frauen eingehen. Die Ein-Kind-Politik sagt euch allen etwas…hinzu kommt, dass es auch noch nicht gern gesehen wird, wenn ein unverheiratetes Pärchen oder gar eine ledige Frau schwanger ist. Was passiert also mit all den Kindern? Sie werden abgetrieben. Ich weiß nicht, ob die Frauen hier nicht verhüten, sie zu blöd dazu sind, oder ob es ihnen einfach nur egal ist. Fakt ist auch, selbst wenn das unverheiratete Pärchen das Kind möchte, es besteht keine Chance. Das wäre nämlich für die Familie der Frau eine Schande – herzlich Willkommen im Mittelalter. Die Eltern entscheiden also, die Frau muss das Kind abtreiben. Das ist kein Scherz und ich habe diesen Fall nicht irgendwoher…und es ist auch ganz normal hier. Frauen sind öfter mal einen Tag „krank“ wegen einer Abtreibung – und das wird dann auch ganz unverblümt auf den Krankenzettel für den Arbeitgeber geschrieben – Fehltag wegen Abtreibung. Ah, ok…solange es „nur“ das ist.

Ihr seht, es ist doch noch so einiges anders hier. Abtreibungen werden wir Erkältungen abgehackt und die Frauen selbst scheint das auch nicht weiter zu scheren. Es sind aber – glücklicherweise – nicht mehr alle so. Klar es gibt immer noch die, die mehrmals im Jahr abtreiben, sich auf dem Heiratsmarkt von ihren Eltern verschachern lassen oder bei geglückter und erlaubter Schwangerschaft eine Schürze tragen, um das Kind vor Strahlung jeglicher Art zu schützen…

http://www.taobao-com.de/kaufen-15514856800-.html

aber es gibt auch jene, die das selbstständige Denken anfangen. Und da ich das niemals besser rüberbringen könnte, als dieses tolle Video, würde ich euch bitten euch das auch einfach noch anzuschauen…es ist wirklich sehr interessant und herzergreifend…

https://www.youtube.com/watch?v=irfd74z52Cw

Leute, ich bin da wieder einmal so froh aus einem Land zu kommen, indem jeder selbst entscheiden darf, wie er leben möchte. Ich komme aus einem Land, in dem Frauen alles sein können und in dem Eltern ihren Kindern Wurzeln, aber auch Flügel geben. Ich bin so dankbar für all das – was ich früher als selbstverständlich angesehen habe.

Was mich auch zu folgender „Weisheit“ gebracht hat. Jetzt nach gut einem Jahr hier in China, habe ich schon so viel gelernt, habe unzählige Erfahrungen gemacht und bin so manches Mal über mich hinausgewachsen. Auch wenn es mich nicht immer froh macht hier zu sein, so bin ich doch insgesamt viel ausgeglichener, zufriedener und letzen Endes auch glücklicher geworden. Ich habe diese Chance genutzt. Für mich, für Stefan und für unsere Zukunft. Wir haben gelernt wieder mehr für uns selbst da zu sein und auf uns zu achten – denn nur wenn man selbst stark ist, kann man auch für andere da sein…

Namaste meine Lieben – und bleibt mir treu – es wird wieder spannend!

IMG_5410IMG_5475

IMG_5476

 

Läuft…

Hallo meine Lieben,

ihr seit bestimmt alle gerade noch mit Ostern beschäftigt und habt schon so einige Frühstücks-Brunch’s etc. hinter euch. Stefan und ich haben hier natürlich NICHT Ostern gefeiert, das Christentum ist in China zwar kein Fremdwort mehr, aber als Fest an sich hat es noch weit nicht den Kommerz-Status erreicht, den Weihnachten hat. Deshalb hat hier – wenn überhaupt – nur jeder für sich zu Hause seine Bräuche und Vorlieben zu Ostern vollzogen. Stefan und ich haben das letzte Wochenende anderweitig genossen, haben wahrscheinlich nicht ganz so viel Eier vertilgt wie ihr und haben zudem sogar noch Sport gemacht. Ich weiß, klingt verrückt – und so gar nicht nach uns – aber meine neu entdeckte Liebe zu Sport muss Stefan irgendwie angesteckt haben. So dass er brav mit mir beim Yoga war und am nächsten Tag sogar noch mit zum Laufen gegangen ist. Zwischendrin waren wir auch sehr viel draußen, da es einfach so schön war. Richtig schön warm und richtig viel Sonne….

IMG_5312IMG_5311IMG_5316

Apropos Yoga, ich habe es doch tatsächlich auch wieder geschafft eines der wenigen Studios hier in Tianjin zu finden, die gleich drei lizensierte Lehrer zu ihrem Team zählen dürfen. Uns wurde nämlich erzählt, dass es in ganz China!!! nur 80 lizensierte Lehrer gibt – es ist wohl sehr schwer und eine langwierige Sache die Lizenz zu erwerben, so dass die meisten schon vorher abbrechen und einfach so irgendwo ein Studio eröffnen – weil ja meist eh keiner danach fragt, ob man diese Lizenz überhaupt besitzt. Und ich finde gerade bei Iyengar-Yoga (einer Form des Hatha-Yoga) ist es gerade wichtig, dass die Trainer auch ganz genau wissen, was sie machen. Denn diese Art von Yoga hat sehr viel mit Dehnen zu tun und auch mit der Behandlung von Stellen mit denen man öfter Probleme hat oder die Verspannungen aufweisen. Ich meine, ich kenne mich da ja nicht aus, aber mein Gefühl sagt mir, dass man da auch viel falsch machen kann. Somit sind wir also auch sehr beruhigt eines der abertausenden Studios gefunden zu haben, bei denen die Lehrer wissen was sie tun. Und da kann man es schon verschmerzen, dass wir dort hin leider auch wieder einen einfachen Fahrtweg von fast 45 min. haben. Deshalb können wir das wahrscheinlich auch immer nur Samstag oder Sonntag machen. Aber irgendwie gewöhnt man sich langsam an diese Entfernungen einfach. Es ist halt so, je größer die Stadt, desto länger braucht man um irgendwo hinzukommen.

Auch zu meinen neuen Schülern brauche ich über eine Dreiviertel Stunde, aber ich hab ja Zeit. Noch…! Hab ich schon erwähnt, dass ich mittlerweile fünf Schüler habe?

Eine Studentin, einen Deutschen der für VW hier arbeitet und drei Kinder (6, 7 und 9 Jahre alt). Der neunjährige ist Sohn einer Chinesin (welche einen Laowai zum Mann hat) und der liegt mir irgendwie gerade besonders am Herzen. Zudem er auch eine Herausforderung für mich darstellt. Er spricht besser englisch als ich gell, also die Sprache ist nicht das Problem…aber er hatte fünf Jahre lang chinesischen Musikunterricht. Und das ist nochmal eine ganz andere Welt. Nicht nur, dass das Klischee stimmt, dass sie sehr hart trainieren und dementsprechend rangenommen werden. Nein, der arme Junge kann teilweise nicht wirklich gut die Noten lesen, da er nach seinem Basic-Unterricht immer nur Tonleitern rauf- und runtergespielt hat und wenn er zuviel Fehler gemacht hat, wurde ihm einfach auf die Finger gehauen. Das ist für mich natürlich ein Graus. In erster Linie sollte es Spaß machen ein Musikinstrument zu erlernen, da ja auch Musik eine sehr freudige Sache sein sollte. Ich weiß das ich da ein bisschen in einer Traumwelt lebe, denn sonst gäbe es auch keine „Lang Lang’s“ und hätte es wahrscheinlich auch keine „Mozart’s“ gegeben, aber ich kann mich mit solchen Unterricht-Methoden einfach nicht anfreunden. Kein Fleiß, kein Preis á la Vater von Steffi Graf oder Michael Jackson ist bei mir einfach fehl am Platz. Und ich glaube eben auch der Mutter von eben diesem Jungen, denn sonst hätte sie nicht erkannt, dass der chinesische Unterricht nichts für ihren Sohn ist / er möglicherweise noch ganz die Lust an der Musik verliert.

Und eben genau darum gehts mir jetzt. Ich möchte dem Jungen die Freude an der Musik irgendwie zurück bringen. Gleichzeitig muss ich natürlich darauf achten, dass er die Noten besser lernt – denn was soll das jahrelang Musikunterricht zu haben, wenn man sich nicht irgendwann selbst mit dem Notensystem zu helfen weiß – andererseits möchte ich ihn weder unter- noch überfordern. Er spielt jetzt auch schon kleine Stücke von Beethoven, scheitert jedoch daran ein Kinderlied nach Noten zu spielen. Das ist eine sehr große Kluft, die von mir gefüllt werden muss. Und das mit möglichst viel Spaß…ihr seht, ich habe schon sehr viel darüber nachgedacht. Aber ich werde einen Weg finden! Challenge accepted 🙂

IMG_5326